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Bärenstärken

Meine Stärken und Fähigkeiten als Mutbär

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Werte

Wichtige Werte und Haltungen, die ich vertrete

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Bärenfallen

Meine Stolpersteine, blinden Flecken und Schwächen

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Geschichtbär

Erfahre die Geschichte hinter  Mutbär.ch

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Ausbildung & Erfahrung. Besuche meine persönliche Webseite für noch mehr Infos

Bärenstärken

Da ich weiss, wer ich bin habe ich genug Bodenhaftung, um für andere da sein zu können. In einem Charakterstärkentest der Universität Zürich habe ich meine klaren Signaturstärken gefunden.

Echtheit

Authentisch, beständig und bodenständig bin ich im Leben unterwegs und zeige dabei alle Gefühle.

Systemische Beratung

Ich habe ein Gespür für den Prozess, stelle fordernde Fragen und sehe den Menschen als Teil einer Gemeinschaft.

Humor

Eine Geschichte, ein Witz, Wortspiel oder ein bisschen Situationskomik. Oft finde ich eine Gelegenheit für einen Lacher.

Soziale Intelligenz

Ein feines Gespür für Dynamiken, Stimmungen und Widerstände helfen mir im Alltag beim Navigieren.

Teamwork

Ein Bär kommt selten allein. Ich kann gut führen, wenn es Führung braucht und tragen, wenn es einen Teamplayer benötigt.

Impact

Techniken und Methoden die Wirkung haben und Entfalten können gehören zu meinem beraterischen Werkzeugkoffer.

Werte

Klare Werte und Grundhaltungen sind mir in der beraterischen Arbeit wichtig. 

Menschenbild

Ich verstehe den Menschen als ein liebendes, verbundenes und soziales Sinnwesen mit eigenen Emotionen, Bedürfnissen und Rechten. Jeder Mensch hat unabhängig von seinem Aussehen, seiner Sprache,  seiner Religion, seiner sexuellen Orientierung oder Einstellung den gleichen Wert und ein Recht auf den Schutz seiner Würde und Persönlichkeit.

Positiver Fokus

Die Beratung orientiert sich an der Zukunft, Stärken und Ressourcen – oder unterstützt den Prozess, diese wieder zu entdecken.

Integrität

Wahrung der psychischen, physischen und sexuellen Integrität.

Transparenz

Ich spreche Differenzen und Probleme direkt and und lege mein Denken und Handeln offen. 

Schweigepflicht

Einhaltung der beruflichen Schweigepflicht.

Experte seines Lebens

Ich anerkenne, dass jeder Mensch der Experte seines eigenen Lebens ist und unterstütze ihn dabei.

Allparteilichkeit

In Paar- oder Familienberatungen halte ich mich an den Grundsatz des Allparteilichkeit und respektiere voneinander abweichende Ziele, Vorstellungen und Lösungen.

Prozessbegleiter

Beratung und Coaching verstehe ich als einen Prozess, bei welchem ich die Adressat*innen begleite.  

Entfaltung

Ich versuche Prozesse so zu gestalten, dass sich Adressat*innen entfalten und wachsen können.

Kooperation

Die Beratung ist ein zirkulärer und dialogischer Prozess. Ich arbeite mit Freiwilligkeit und Sog – nicht mit Druck.

Humor

Veränderungen passieren einfacher, wenn der Weg dorthin spielerisch und humorvoll ist. 

Bärenfallen

Auch ich ertappe mich immer wieder dabei Fehler zu machen – und das ist gut so. Wichtiger finde ich daraus zu lernen, um etwas zu verändern.

Perfektionismus

Manchmal fehlt mir das Selbstmitgefühl und ich meine immer noch, dass es so etwas wie das Perfekte gibt.

Zeitplanung

Ich neige dazu, zu viele Ideen und Vorhaben gleichzeitig anpacken zu wollen.

Disziplin und Ausdauer

Ich halte mich ran und gebe Gas wie der Bär im Winterschlaf – gar nicht. 

Vorsicht

Wenn ich zu sehr auf Sicherheit baue, verpasse ich wertvolle Gelegenheiten, um Fehler und neue Erfahrungen zu machen.

Geschichtbär

Hier will dir niemanden einen Bären aufbinden – im Gegenteil: Erfahre die sehr persönliche Geschichte hinter Mutbär.ch und lass dich berühren und inspirieren.

Lebenslanger Begleiter – Krafttier – Motto

Aufgewachsen auf einem Berner Bauernhof und in Begleitung meines Hundes «Bäri» hatte ich schon als Kind frühe Berührungspunkte zum Bären. Später im Boxtraining erhielt ich den Spitznamen «Bär» – samt entsprechender Widmung meines Trainers auf den Boxhandschuhen.

Der Charakter eines Bären passt gut zu meinen Wesenszügen: Ich schätze die Gemütlichkeit, schlafe gerne und bin ein ruhiger, zufriedener Zeitgenosse. Natürlich koche und esse ich auch gerne und lache herzhaft. Auf der anderen Seite habe ich gelernt, mich aufzurichten, auf die Hinterbeine zu stellen und laut zu brüllen – gegen Unrecht, oder um für meine Ziele, Gefühle, Werte und Bedürfnisse einzustehen.


Doch diese Reise hat erst begonnen. Zunächst musste ich wieder lernen, meine eigenen Bedürfnisse wahrzunehmen. Als Kind stellte ich sie oft zurück. In einem stressigen, lauten und unberechenbaren familiären Klima lernte ich früh, dass meine Gefühle und Bedürfnisse «jetzt gerade nicht zählen». Was zählte, war die Arbeit, die Leistung. Daraus prägten sich Glaubenssätze ein wie:

«Nur wer arbeitet, darf essen.»
«Wir müssen jetzt halt.»
«Zuerst die Arbeit, dann das Vergnügen.»
«Gut genug ist nicht gut genug.»
«Das ist richtig. Das ist falsch!»

Damals verstand ich nicht, welche Spuren das hinterlassen würde. Meine Schwester stritt sich oft mit meinem Vater am Esstisch. Sie war eine Kämpferin, die mich beschützte. Ich dagegen fühlte mich hilflos und ohnmächtig. Um den Schmerz zu ertragen, zog ich mich zurück in meine eigene Welt. Trost und Ruhe fand ich im Essen. Je mehr ich aß, desto ruhiger wurde ich. Während meine Schwester die Rebellion – die Flucht nach außen – wählte, entschied ich mich für die Flucht nach innen. Ich koppelte mich immer mehr von meinen Gefühlen ab, entfernte mich von meinen Bedürfnissen und funktionierte, ohne zu merken, wie es mir wirklich ging.
 Als ich erwachsen wurde und von zuhause auszog, bemerkte ich nicht, dass es nun sicherer und ruhiger war. Unbewusst hielt ich an meiner alten Strategie fest: Essen als Bewältigung von Stress und Anspannung. Was mir früher geholfen hatte zu überleben, entwickelte sich schleichend zur Bedrohung. Über Jahre hinweg entstand eine Binge-Eating-Essstörung.

Schließlich erreichte ich meinen Tiefpunkt. 2018 musste ich mir eingestehen, dass ich ein Problem habe.

Als ich auf der Waage stand, liefen die Tränen über mein Gesicht. Endlich ließ ich den Schmerz zu: Versagen, Leiden, Hoffnungslosigkeit. Bis dahin – bei einem Gewicht von 199 kg – hatte ich mich immer wieder mit meiner Essstörung arrangiert. Doch nun begann ein langer Weg zurück ins Leben: Bewegung, Therapie, eine Magen-Bypass-Operation und operative Hautentfernungen.

Drei Jahre später war ich an einem völlig anderen Punkt. Es fühlte sich an, als bekäme ich ein neues Leben, eine zweite Chance. Die Krise machte mich mutiger und brachte mich auf die Suche:  Wer bin ich? Was will ich? Was tut mir gut? Was ist eigentlich mit mir geschehen?
 Anfangs stellte ich mir immer wieder dieselbe Frage:

«Warum? Warum ich?»


Doch bald erkannte ich: Diese Frage führt nicht weiter. Ich musste – und wollte – akzeptieren, was war, und nach vorne schauen. Mir wurde bewusst, dass ich eine langsame, jahrelange Traumatisierung erlebt hatte: Hilflosigkeit, Ohnmacht und Kontrollverlust. Selbstfürsorge und Mitgefühl für mich selbst konnte ich lange nicht entwickeln, weil ich es nie gelernt hatte. Dann stellte ich mir eine neue, entscheidende Frage:


«Was tut mir wirklich gut?»


In kleinen Schritten lernte ich, wieder auf meine Gefühle zu hören, mein Sättigungsgefühl wahrzunehmen, meine Bedürfnisse zu kennen und für sie einzutreten. Mit fachlichem Wissen, durch Gespräche und dank liebevoller Menschen kehrte ich zu mir selbst zurück. Ich spürte eine tiefe Verbundenheit – eine Ruhe im Auge des Sturms. Aus dieser Verbundenheit schöpfe ich heute Gelassenheit, Humor und Empathie.


Auf einer bewusstseinserweiternden Selbsterfahrungsreise trat ich schließlich in direkten Kontakt mit meinem Krafttier. Dieses Erlebnis hat mein Denken und Handeln nachhaltig verändert. Ich ging den Weg vom kleinen, hilflosen Bären hin zu einem ruhigen, kraftvollen Bären, der gelernt hat, für sich einzustehen und für sich zu sorgen.


Weil ich am eigenen Leib erfahren habe, welche Folgen ungelöste Konflikte, Stress und eine dysfunktionale Familiensituation haben können, setze ich heute meine Kraft und mein Wissen dafür ein, Menschen zu unterstützen: dabei, wertvolle Entscheidungen für sich selbst zu treffen und ihre Gefühle und Bedürfnisse ernst zu nehmen. Ich sehe mich als Mutbär – einer, der da ist, zuhört, stärkt und ermutigt, die Veränderungen anzugehen, die ich mir als Kind so sehr gewünscht hätte.


Ich hoffe, meine persönliche Lebensgeschichte ermutigt dich, mutige Entscheidungen zu treffen und Veränderungen in deinem Leben zu wagen – bevor dich ein schmerzvoller Weg dorthin zwingt oder du bei anderen Narben im Herzen und im Geist hinterlässt.